Dienstag, 19. August 2008

Entering Oregon

Seit 9 Uhr sind wir nun in Astoria, Oregon. Das ist die älteste Siedlung an der Westküste der USA, gegründet 1811. Ursprünglich Pelzhandelsstation, heute ein Städtchen mit 10000 Einwohnern.

Die letzten zwei Tage:

Die Wettergötter meinen es nicht mehr so gut mit uns. Seit auf der Rückfahrt vom Lake Quinault leichter Nieselregen einsetzte, ist das Wetter nur noch schlechter geworden. Richtiges Pazifikwetter! In der Nacht auf Montag regnete es; seither fahren wir regelmässig durch Nieselregen. Der Nebel hängt tief, es ist zwischen 13 und 18 Grad warm; Wetterbesserung ist erst ab Freitag in Sicht.
Von den ensprechend nassen und schmutzigen Strassen wurden wir gestern so mit Schmutz zugekleistert, dass wir uns erst waschen mussten, bevor wir im Coffee absitzen konnten. Wir fahren trotzdem mit Bikesandalen (ohne Socken) und kurzen Hosen.
Die gestrige Etappe von Artic zum Cape Disappointment State Park war 110 km lang. Ein ständiges Auf und Ab kostete Kräfte, auch darum, weil wir zwischendurch auf mehr als 50 km kein Dorf und keinen einzigen Rastplatz passierten (Mittagsrast machten wir auf dem Seitenstreifen der Strasse).

From Seattle to Sa...

Eindrücke:

An der Küste Washingtons fahren zwar fast alle schwere Pickup-Trucks, das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass hier wirtschaftliche Depression zu herrschen scheint. Viele Häuser stehen zum Verkauf, noch mehr stehen leer und sind halb zerfallen. Wir passieren viele wahrscheinlich verlassene Werkstätten. Die bewohnten Häuser scheinen aus Sperrholz konstruiert, zum Teil werden blanke Pressspan-Platten für die Aussenwände verwendet. Wir können uns jedenfalls schwer vorstellen, dass man dafür mehr als 10'000$ bezahlt.
Wenn die Küstenbewohner 4x4-Pickups fahren, tun sie das, weil die Strassen abseits der High- und Freeways häufig nicht geteert sind. Dementsprechend grob sind die montierten All-Season-Pneus.
Auf der Strecke von Aberdeen nach Raymond folgte ein Holzschlachtfeld dem anderen. Die Holztransporter kamen uns entgegen und überholten uns im Multipack. Wurden hier früher wie bei uns selektiv Bäume geschlagen, arbeitet man heute nur noch mit Kahlschlägen. Zum Teil werden die Bäume sogar einfach ausgerissen. Dazu werden Bagger mit grossen Greifzangen eingesetzt.

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

Hopp Manu und der Papa! Wünsch euch noch viel kraft und spass.
Lg, Lasse